Notwendigkeit von SeLMA:

Autistisch Behinderte sind aufgrund ihrer schweren Behinderung, die bei dem einzelnen Betroffenen mehr oder weniger schwer ausgeprägt sein kann, in den meisten Fällen nicht in der Lage, die sensorischen Reize, die sie aufnehmen, adäquat zu verarbeiten. Sie empfinden die Welt als eine beängstigende, chaotische Flut von Eindrücken. Daraus resultieren die Schwierigkeiten bei Kommunikation, sozialer Interaktion und ein scheinbar eingeschränktes Verhaltens- und Interessensrepertoire. Als Folge daraus überfordern große Gruppen ihre Wahrnehmung, wenn sie nicht durch spezielle Förderung nach und nach gelernt haben, mit dieser Situation umzugehen. Viele autistisch behinderte Menschen können nicht sprechen, sich jedoch schriftlich mit der Methode der Gestützten Kommunikation (FC) mitteilen. Durch gezielte Maßnahmen und entsprechende Gestaltung der Umgebung kann man Menschen mit Autismus das Leben deutlich erleichtern, ihr Verhalten positiv beeinflussen und sie dann in die Gemeinschaft einbeziehen.
Menschen mit stark ausgeprägtem Autismus (Kanner) haben weder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch in der Werkstatt für Behinderte Menschen die Möglichkeit zu arbeiten. Die Rahmenbedingungen sind in beiden Möglichkeiten für Autisten nicht geschaffen. Deshalb haben wir das Projekt Selma gestartet, um die Rahmenbedingungen zu schaffen, so dass die Menschen mit Autismus arbeiten können.
In der Biogärtnerei, des Heidelberger Dienstes werden zurzeit Autistische junge Erwachsene an verschiedene Arbeiten im Garten und Werkstatt herangeführt. Das Fachpersonal unterstützt den Behinderten Menschen, so dass er erfolgreich arbeiten kann.

                                       

      Beim Holzhacken                                                                    In der Holzwerkstatt                                     

                                         

                                                                Auf dem Weihnachtsmarkt in Speyer